HomeAbo/LeistungenSign in/-outKontakt/Über uns
Nachrichten aus der Pflege
Donnerstag, 28. Juni 2018

Anhörung Pflegeausbildung. Gesundheitsausschuss. Sorge über Verlust von Pflegefachwissen

Berlin (scp) - Gesundheitsexperten haben die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe im Grundsatz begrüßt, sehen in der Regierungsvorlage aber noch Verbesserungsbedarf. In einer öffentlichen Expertenanhörung des Gesundheitsausschusses warnten mehrere Sachverständige vor einem Verlust an Fachwissen in der Kinderkranken- und Altenpflege, berichtet „Heute im Bundestag".

Mit der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung werden die Details der Ausbildung geregelt: Mindestanforderungen, Prüfungen und die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Die Verordnung beinhaltet auch Regelungen für die nunmehr mögliche akademische Pflegeausbildung sowie für die Errichtung einer Fachkommission, die sich mit Rahmenlehr- und Rahmenausbildungsplänen befasst. Die neue Pflegeausbildung soll 2020 beginnen. Die Verordnung ist auch im Bundesrat zustimmungspflichtig.

Bedenken bei der Altenpflegeausbildung

Bedenken äußerten Experten hinsichtlich der künftigen Altenpflegeausbildung. Der Deutsche Pflegerat sprach von einer „Abwertung der Altenpflegeausbildung, die sich in den Kompetenzbeschreibungen zeigt". Altenpfleger könnten somit keine sogenannten Vorbehaltstätigkeiten ausüben und in der Folge nur an der Seite einer Pflegefachkraft arbeiten. Dies werde nicht zur Steigerung der Attraktivität des Berufs führen und auch nicht zu einer besseren Bezahlung, warnte der Verband.

Ähnlich äußerte sich die Pflegewissenschaftlerin Barbara Knigge-Demal, die von einem im Berufsverständnis „deutlich abgesenkten Niveau" sprach. Die „Absenkung des Anspruchsniveaus" werde in der Altenpflege gravierende Auswirkungen auf die Qualität der Versorgung alter Menschen haben.

Diskussionen um Kompetenzniveau der Altenpflege

Kompetenzniveaus dürften nicht abgesenkt werden, um die Zielgruppen der Auszubildenden zu erweitern, heißt es von der Caritas und der Diakonie. Dr. Bodo de Vries (Einzelsachverständiger) sagte angesichts dessen: „Man könnte schlussfolgern, dass der Altenpfleger im dritten Ausbildungsjahr derjenige ist, der handeln soll, während die anderen denken".

Anderer Ansicht ist der Arbeitgeberverband BDA. Dieser sieht mit der Verordnung die Ausbildung zum Altenpfleger „sinnvoll und zukunftsträchtig modernisiert", heißt es bei „Heute im Bundestag" weiter. Der Entwurf werde dem Anspruch gerecht, einen für einen weiten Personenkreis realistischen Berufsabschluss in der Altenpflege zu erhalten. Die Ausbildung zum Altenpfleger müsse für Personen offengehalten werden, „die nicht mit überdurchschnittlichen Zeugnisnoten während ihrer Schulzeit glänzen", aber Empathie für ältere Menschen aufbrächten.


Die Social Company
Nachrichten aus der Pflege

Ihr Wissen stärkt die Pflege! Hier geht es zum Abo.

Weitere News aus dem Bereich Politik:

07.06.2018 - Positionspapier: Mehr PflegeKRAFT

Berlin (scp-Original) – „Der sich selbst beschleunigende Pflegekraft-Exodus muss schnellstmöglich durch bessere Arbeitsbedingungen und mehr Köpfe in der Pflege gestoppt und umgekehrt werden", heißt es im Positionspapier „Mehr PflegeKRAFT" des...
weiterlesen


06.06.2018 - Bundesgesundheitsministerium stellt Sofortprogramm vor

Berlin (scp) – „Sofortprogramm Kranken- und Altenpflege" heißt das Eckpunktepapier, welches vom Bundesgesundheitsministerium jüngst herausgegeben wurde. Wir haben uns dieses aus der Sicht der Altenpflege näher angesehen. Die Inhalte des Positionspapiers „Mehr...
weiterlesen


Für unsere Webpräsenz nutzen wir auch Leistungen Dritter, wie z.B. YouTube und GoogleAnalytics.
Sobald Sie auf unserer Webpräsenz landen, sind alle diese Funktionen von Beginn an deaktiviert.
Hier geben wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Präfenzeren festzulegen:

Eingebettete YouTube-Videos aktivieren. Dazu werden Daten an YouTube gesendet.
GoogleAnalytics aktivieren. Dazu werden Daten an Google gesendet.
Ihre Präferenzen werden in einem Session-Cookie gespeichert.
Ihre Einstellungen können Sie jederzeit auf unserer Seite Datenschutz individuell anpassen und zurücknehmen.