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Nachrichten aus der Pflege
Mittwoch, 26. September 2018

Spahn: „Pflege ist der am wenigsten planbare Beruf"

Berlin (scp) - Als Maßnahme, um den Pflegekräftemangel in Kliniken und Heimen abzufedern, möchte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Beschäftigte in der Pflege zu Mehrarbeit bewegen.

„Wenn von einer Million Pflegekräften 100.000 nur drei, vier Stunden mehr pro Woche arbeiten würden, wäre schon viel gewonnen", sagte der CDU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen", berichtet die „Ärzte Zeitung".

Spahn weiter: Viele Beschäftigte in Altenheimen und ambulanten Diensten hätten ihre Stundenzahl reduziert, „so dass wir auch ein Auge auf die Arbeitsbedingungen werfen müssen". Verbesserungsfähig sei die Organisation der Arbeit. „Faire Schichtpläne, verlässliche Arbeitszeiten, auch mal drei, vier freie Tage am Stück". Derzeit sei die Pflege der am wenigsten planbare Beruf, den es gebe, sagte Spahn.

Brandenburgs neue Sozialministerin, Susanna Karawanskij, nennt den Vorschlag Spahns „einfach unfassbar angesichts der schon jetzt äußerst hohen Belastungen der Pflegenden".

Die Diakonie Bayern mahnt: „Die Mitarbeitenden sind nicht schuld am Pflegenotstand. Sie würden gerne mehr Stunden arbeiten – wenn die Arbeitsbedingungen stimmen würden. Spahns Kritik trifft die Falschen". Die Finanzierung der Pflege lasse „nur eine Rennpflege" zu, so die Diakonie Bayern.


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