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Nachrichten aus der Pflege
Samstag, 22. Dezember 2018

BKK. Betriebliches Gesundheitsmanagement

Fit machen für schlechte Arbeitsbedingungen?

Berlin (scp) – „Wie effektiv ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement?", fragte sich Prof. Jürgen Wegge (TU Dresden) bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des BKK Gesundheitsreports 2018 „Arbeit und Gesundheit Generation 50+". „Machen wir dadurch nur die Menschen fit für schlechte Arbeitsbedingungen?"

Wegge will, dass das „Übel an der Wurzel gepackt wird". Nicht möglich sei dies, wenn das Gesundheitsmanagement im Unternehmen sich nur darum drehe, Stress abzubauen oder die Kommunikation zu verbessern. „Gesundheitsmanagement ist vor allem Arbeitsplatzorganisation", sagte er denn auch.

Franz Knieps, BKK-Vorstandschef, ergänzt: „Die Arbeitsgestaltung ist mehr als die Prüfung der Arbeitssicherheit". Er sieht den Führungsstil als entscheidend an. Gibt dieser genügend Spielräume für eigene Entscheidungen, wird richtig kommuniziert? „Das Feedback ist absolut entscheidend". Fehle dieses oder sind die Vorgaben unklar, „kann dies zu hohen Belastungen bei den Mitarbeitern führen". Ganz klare Führungsaufgabe sei es, sich um „die Gesundheit der Mitarbeiter zu kümmern".

 

Einige alter(n)sgerechte Führungsbeispiele

Führung bei älteren Mitarbeitern
Arbeitsplanung berücksichtigt Stärken und Schwächen; Wertschätzung der Arbeit

Führung bei jüngeren Mitarbeitern
Unterstützung geben, die sie brauchen; Möglichkeiten geben, ihre berufliche Weiterentwicklung voranzutreiben

Führung bei Mitarbeitern mittleren Alters
Berufliche Freistellungen geben, wenn diese aufgrund familiärer Verpflichtungen erforderlich sind; Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg, wenn aufgrund von Elternzeit etc. pausiert wurde

 

Zu kümmern heißt dabei, sich die Arbeitsorganisation anzusehen, die eine entscheidende Rolle beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement spielt. Denn, so Wegge weiter, können altersbedingte körperliche und kognitive Verschleißerscheinungen durch eine bessere Gestaltung des Arbeitsplatzes reduziert und teilweise ganz verhindert werden. Dazu gehöre insbesondere im Sozialbereich auch eine höhere Teilhabe an Entscheidungen und Handlungsspielräume.

Letzteres betreffe vor allem ältere Mitarbeiter, die bereits viel Erfahrungswissen mitbringen, und die sich einige „Nischen" ausgesucht hätten, in denen sie gerne arbeiten. Jüngere Mitarbeiter benötigen dagegen mehr Feedback und Unterstützung, macht Wegge seinen Ansatz einer alter(n)sgerechten Führung deutlich. Sein Fazit: „Das Management des demografischen Wandels bedingt das Zusammenspiel einer altersgerechten Arbeitsgestaltung mit einer altersgerechten Führung".


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