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Nachrichten aus der Pflege
Mittwoch, 21. August 2019

Gesamtpaket geschnürrt

Diakonie: Entgeltsteigerungen von bis zu 9 Prozent für Fachkräfte und verlässlichere Dienstplangestaltung vereinbart

Berlin (scp) – „Dienstgeber- und Dienstnehmervertreter haben im Dritten Weg der Arbeitsrechtssetzung ein innovatives und attraktives Gesamtpaket geschnürt. Erstmals sind Stand-by-Dienste im Diakonie-Tarif verankert", fasst der Vorstandsvorsitzende des Verbandes diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD), Christian Dopheide, den Beschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission der Diakonie Deutschland (ARK DD) zusammen.

Für Fachkräfte sind Entgeltsteigerungen von bis zu 9 Prozent vorgesehen: Ab dem 1. Juli 2019 (Regionen Nord und Ost: 1. Oktober 2019) erhöhen sich die Entgelte für alle Mitarbeitenden (außer den Ärzten) um mindestens 2,5 bis zu 3,5 Prozent. Zum 1. Juli 2020 erhöhen sie sich für alle Beschäftigten um mindestens weitere 2,2 Prozent.

Außerdem werde für die Entgeltgruppen der Fachkräfte (EG 7 bis 13) ab Juli 2020 eine zusätzliche Erfahrungsstufe eingeführt: Das bedeute für diese Mitarbeitenden ein Plus von bis zu 5,4 Prozent. Insgesamt seien so Steigerungen innerhalb von zwei Jahren von insgesamt über 9 Prozent möglich, so der VdDD.

Zuverlässigere Dienstpläne – Einführung von Stand-by-Diensten

Die Dienstpläne sollen zukünftig verlässlicher gestaltet werden: Beschlossen wurde die Einführung von Stand-by-Diensten, in denen sich Mitarbeitende an bestimmten Tagen bis zu zwei Stunden für einen kurzfristigen Einsatz bereithalten. Dies werde mit 30 Euro vergütet.

Bei einem tatsächlichen Abruf erhöht sich das zusätzliche Entgelt auf 45 Euro. Sollte dennoch ein kurzfristiges „Holen-aus-dem-Frei" notwendig werden, gibt es zukünftig eine Pauschale von 60 Euro.

Darüber hinaus wird die Arbeitszeit im Osten in zwei Schritten auf 39 Stunden reduziert und damit auf das Niveau im Westen angepasst.

Weitere Vereinbarungen betreffen die Anhebung der Schichtzulagen und Zeitzuschläge. Zudem wurde der Urlaubsanspruch auf 30 Tage vereinheitlicht. Es wurden auch Entgeltsteigerungen und weitere Anpassungen für ärztliche Mitarbeitende vereinbart, die noch zu einem späteren Zeitpunkt abschließend konkretisiert und beschlossen werden müssen. Es wurde eine Mindestlaufzeit von 25 Monaten vereinbart.


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